Konstruktionsfehler - die leichte Schubkarre

Dieser kritische Artikel über die Schubkarre soll einmal aufzeigen, was von vielen Hersteller in meinen Augen falsch gemacht wird.

Die Schubkarre soll ein Hilfsmittel sein um Lasten sicher, schnell und leicht von A nach B zu transportieren. Sie ist in meinen Augen kein Auffangbehälter für irgendetwas, sondern ein Transportgerät. Das heißt, wie gut oder schlecht eine ist, das weist sich während der Fahrt und nicht während dem beladen und entladen des Vehikels.

Was macht eine Schubkarre leicht?

Eine leichte besteht nicht aus einem leichten Material wie etwa Aluminium oder Kunststoff, denn eine leichte Karre wird nicht getragen, sondern sie wird gefahren. Also ist es eigentlich relativ wurscht, aus welchem Material die Schubkarre besteht.

Leicht wird eine Schubkarre gemacht, in dem man das Schubkarrenrad nicht vor die Mulde montiert, sondern unter die Mulde.

leichte SchubkarreEine leichte Schubkarre verwendet kein leichtes Material, sondern sie hat das Rad an der richtigen Position.

Wie ist die gängige Praxis?

Das Schubkarrenrad steht vor dem Schubkarren und wenn man sie anhebt, dann wird das Gewicht nach vorne verlagert und drückt auf den Reifen. So weit so gut, aber sind denn alle Menschen gleich groß, gleich kräftig und beladen sie die Schubkarrenmulde nur vorne und nicht hinten in Richtung der Schubkarrengriffe?

Die meisten beladen die Mulde nicht nur randvoll, sondern legen noch eine Schippe oben drauf und dann drückt das Gewicht extrem stark auf die Schubkarrengriffe und somit auf den Rücken des Chauffeurs der Karre. Beim anheben des Gewichtes und selbst bei der Fahrt ist das Gewicht nicht perfekt auf das Rad verteilt und somit entlastet die Schubkarre nicht genügend den Menschen und somit darf man auch in Frage stellen, ob das Produkt auch tatsächlich einen Sinn hat.

Die Achse und das Rad müssen das Gewicht tragen und nicht der Rücken!

Warum ist das Schubkarrenrad zu weit vorne angebracht?

Entweder sind die Ingenieure der Schubkarrenhersteller alle 2 Meter groß, oder sie gehen wirklich davon aus, dass der Kunde so hell in der Birne ist und versteht, dass er die Schubkarre nicht voll beladen soll, oder aber sie verstehen nicht, dass die Schubkarre vom Kunden regelmäßig überladen wird.

Was spricht dagegen, dass das Schubkarrenrad ein paar Zentimeter näher an die Person und mehr zur Mitte unter die Schubkarre geführt wird? Ich weiß es nicht und nur das Argument, dass dadurch die Fahrt zu unsicher und kippelig wird, kann man nicht gelten lassen. Vermutlich müsste man dann die Wanne höher setzen, bzw. das Chassis verändern oder komplett in der Konstruktion des Produkts überdenken.

Es ist aber so, bei den meisten Schubkarren ist das Rad zweit vorne angebracht und somit trägt das Rad nicht wie gewünscht die Hauptlast.

Richtig beladen und selbst für eine leichte Fahrt sorgen

Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott und der Spruch hilft auch beim richtigen beladen eine Schubkarre. Schaut man sich die Schubkarrenwanne einmal richtig an, dann sieht man, dass die Wanne in der Nähe vom Rad höher ist, wie hinten bei den Griffen. Das heißt, man befüllt sie z.B. mit schwerer und nasser Erde vorne mehr und hinten weniger. Der Hebewinkel muss beim beladen der Schubkarre berücksichtigt werden und dann kan man während der Fahrt viel leichter fahren und lenken. Die richtige Ladungstechnik entscheidet ob die Schubkarre leicht ist und nicht das Material aus dem sie besteht!

BeladetechnikRichtig beladen und Hebelkräfte nutzen.

Dafür müsste man eigentlich bei jedem Produkt eine Anleitung beifügen oder es im Internet bereitstellen. Das macht aber kein Hersteller, man verkauft lieber Schubkarren aus Kunststoff.

Falls diesen Artikel ein Hersteller ließt, ja schaut mal eure Konstruktionen an und prüft mal selbst, ob das Schubkarrenrad nicht zweit vorne ist.

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